Veranstaltungen
Volles Haus beim politischen Liederabend mit Pius Jauch
Der Liederabend mit dem schwäbischen Liedermacher Pius Jauch im Gasthaus Bären in Deißlingen erfreute sich eines so großen Interesses, dass für die zahlreichen Gäste noch zusätzlicher Platz geschaffen werden musste. Dabei waren über 40 Besucher. Veranstaltet wurde der Abend vom SPD-Ortsverein Deißlingen und von Regio hoch 3, einem Zusammenschluss der SPD-Kreisverbände Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen. Der Abend stellte dabei den Beginn einer Veranstaltungsreihe dar, in der über die Welt nach dem Krieg in der Ukraine diskutiert werden soll.
Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Manfred Schwanzer konnte eine große
Anzahl von Mitgliedern auf der diesjährigen SPD-Familienfeier im
Sportheim in Oberndorf begrüßen
.
Es ist schon Tradition, nach dem Jahreswechsel bei Kaffee und Kuchen
gemeinsam mit der SPD-Familie ein paar Stunden zu verbringen.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch langjährige Mitglieder des
SPD-Ortsvereins für Ihre Parteizugehörigkeit geehrt,
ihnen wurde Urkunde, Ehrennadel und ein kleines Geschenk überreicht.
Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Ruth Hunds, Nicola Simonelli und
Ewald Friedrichs ausgezeichnet.
Für 30-jährige Mitgiedschaft wurden Jürgen Hofmann und Kurt Deifel geehrt.
Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Fritz Wurster, Bekir Zorlu und
Hans – Joachim Ahner ausgezeichnet.
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Herbert Loschen, Dieter Raisch und
Elmar Dommes geehrt.
Eine kleine Ausstellung von politischen Plakaten aus der Zeit der
Weimarer Republik 1919-1933 und der Zeit des 3. Reiches von 1933-1945
konnte besichtigt werden, diese Unterlagen stellte freundlicherweise
Alfred Danner zur Verfügung.
Jürgen Ramuschkat konnte eine Auswahl an politischen Plakaten von Klaus
Staeck aus den Jahren 1970 bis 1980 dieser Austellung beisteuern.
Der ehem. SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Kirschner setze sich dann aus
seiner Sicht mit dem Ergebnis der Sondierungsgespräche auseinander. Er
stellte den Mitgliedern die Stärken und auch Schwächen dieses
Sondierungsergebnisses vor. So wurden als SPD-Verhandlungserfolge viele
Punkte im Sozialbereich herausgestellt, z.B. dass das heutige
Rentenniveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 gesetzlich abgesichert
wird, dazu wird die Rentenformel geändert, eine Rentenkommision soll
sich mit der Rente nach 2025 befassen. Zudem hat die SPD eine Grundrente
duchgesetzt, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen künftig wieder gleich
hohe Beiträge an die Krankenversicherung zahlen, auch des Rückkehrrecht
aus Teilzeit in Vollzeit wurde erreicht.
Nicht durchsetzen konnte sich die SPD mit dem Einstieg in eine
Bürgerversichrung.
Klaus Kirschner empfahl den Mitgliedern, sich mit den Ergebnissen dieser
Sondierung und dann mit den event. Vorlagen des Koaltionsvertrages zu
beschäftigen. Er verwies auch auf die Gefahr hin, die event. Neuwahlen
für die gesamte politische Landschaft haben könnte.
Der Ortsvereinsvorsitzende Manfed Schwanzer verwies noch auf aktuelle
SPD-Frühjahrstermine und verabschiedete die Anwesenden in doch
nachdenklicher Stimmung wegen des ungewissen Ausgangs einer weiteren
Regierungsbeteiligung in Berlin.
Katja Mast in Oberndorf
Dieses war das Motto, unter dem der Vortrag von Katja Mast, Sprecherin
der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales, in Oberndorf stand.
Katja Mast hielt vor Mitgliedern der SPD des Kreises Rottweil im
Turnerheim In Oberndorf eine engagierte Rede, die von den Anwesenden ,
unter ihnen auch der SPD-Bundestagskandidat dieses Wahlkreises, Georg
Sattler aus Tuttlingen, lebhaft diskutiert wurde.
Zuvor wies Katja Mast darauf hin, dass sich die SPD wieder im Aufwind
befinde und die Bundestagswahl vollkommen offen sei. Mit Martin Schulz
geht ein Ruck durch die Partei, davon bezeugen allein die bisherigen 16
000 Neueintritte seit Ende Janurar.
Mast wies auf die Leistungen der SPD in der jetzigen Regierung hin, auf
den Mindeslohn und die Regulierung der Leiharbeit und Werkverträge, das
Tarifeinheitsgesetz und das Rentenpaket (Rente ab 63, Mütterrente
Verbesserungen für Erwerbsgeminderte und das Reha Budget).
Mehr war mit der Union nicht zu machen, die Bereiche Teilzeit,
Managergehälter, Solidarrente sind von einer künftigen, von der SPD
geführten Regierung, weiter zu reformieren.
Auch der Bundestagskadidat Georg Sattler verteidigte das
Tarifeinheitsgesetz. Er stehe noch mitten in Arbeitsprozess als
Metallfacharbeiter und wehre sich gegen verschiedene Tarifverträge in
einer Firma, er sprach sich auch für eine kontinuierliche Steigerung,
gekoppelt an Tariferhöhungen, aus. Heribert Prantl sprach in der
Süddeutschen Zeitung
vom flächendeckenden gesetzlichen Mindeslohn als von einer der größten
sozialpolischen Errungenschaft der Nachkriegszeit. Rund 4 Millionen
Beschäftigte, insbesondere Frauen profitieren von diesem Mindestlohn.
Mast und Sattler riefen die Anwesenden dazu auf, den Ruck und die
Aufbruchstimmung in der Partei zu nutzen um Wahlkampf für mehr
Gerechtigkeit und Solidarität mit neuem Schwung zu führen.
Mast plädierte auch dafür, Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen.
Der SPD Kreisvorsitzende Torsten Stumpf schloss diesen Diskussionsabend
mit einem Aufruf an die SPD-Mitglieder einen engagierten Wahlkampf zu
führen um eine Politik um mehr Gerechtigkeit möglich zu machen.
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