Aktuelles
1983 startete Dr. Dieter Loebniz das Computer Technology Laboratory als Abteilung der Mitutoyo Messgeräte GmbH in Oberndorf – Bochingen.
Seit 2010 ist die Firma eine eigenständige GmbH im Konzernverbund des japanischen Unternehmens Mitutoyo.
Entwickelt wird am Standort Oberndorf Messsoftware, die es Produktionsunternehmen ermöglicht, die Präzision ihrer Werkstücke nachzuweisen. Ca 50 Softwareentwickler und Mathematiker, hochqualifizierte Spezialisten für Entwicklung und Wartung befassen sich mit Anwendersoftware für 3D Koordinatenmessgeräte und Forschung und Entwicklung intelligenter Algorithmen. Produktionsstandorte sind Japan und der Vertrieb wird über die lokalen Tochtergesellschaften vorgenommen. Ein Standort ist dabei das M3-Solution-Center in Leonberg.
Der technische Geschäftsführer Swen Haubold erklärte den SPD-Kandidierenden die Messvorgänge an Werkstücken und die eingesetzte hochpräzise Technik. Mitutoyo Oberndorf ist ein Unternehmen mit flacher Hierarchie betonte der Chief Administrative Officer Benjamin Butz. Der Berufsverband der mittelständischen Wirtschaft verlieh das goldene Siegel „Attraktiver Arbeitgeber“, dass weniger als 3 % der Unternehmen aufweisen können. Und doch ist es nicht so ganz einfach, so hochqualifizierte Mitarbeiter für den ländlichen Raum gewinnen zu können, betonte Karin Leier, die fürs Personal zuständig ist. 2 Tage Pflichtanwesenheit in der Woche ermöglichen aber auch Homeoffice bei Mitarbeitern, die nicht in der Region wohnen. Ein duales Studium und die Möglichkeit berufsbegleitend, den Master zu machen, unterstützt von einem Trainer, der sich ausschließlich um Qualifizierung und Ausbildung, die Bogy‘s des Gymnasiums am Rosenberg und des Leibnizgymnasiums in Rottweil und eine wöchentliche AG kümmert, zeigen wie aktiv und flexibel Mitutoyo Personal gewinnt, junge Menschen für IT begeistert und somit den Standort Oberndorf sichert. Die SPD Kandidaten nehmen aus den interessanten Gesprächen mit, dass ein gutes Arbeitsklima, eine gute Kinderbetreuung in Kita und Schule, eine attraktive Infrastruktur und eine Vernetzung und Kommunikation mit den ortsansässigen Firmen gute Standortfaktoren sind.
Am letzten Freitag begrüßte der stellvertretende Ortsvorsteher Thomas Luthardt das Team der SPD im Ortsteil Boll. Zuerst wurde das Baugebiet im Ortskern besichtigt. Es sollen hier vier Plätze für Einfamilienhäuser und zwei Plätze für Mehrfamilienhäuser entstehen. In diesem Zusammenhang wurde über den sozialen Wohnungsbau diskutiert, ein Thema, das der SPD Oberndorf am Herzen liegt. Wünschenswert wäre es, so Herr Luthardt, wenn ein weiteres Baugebiet im Anschluss an die Bühlgärten entstehen könnte. Ihm ist es wichtig, dass sich neue Familien im Ort ansiedeln, wovon auch das Vereinsleben profitieren würde. Das bürgerschaftliche Engagement sei in Boll überhaupt sehr gut ausgeprägt Baulich ist das Rahthaus in Boll, gegenüber anderen Ortsteilen, in Ordnung. Der innerörtliche Leerstand des ehemaligen Gasthauses „Pizzeria Hirsch“ ist nicht erfreulich. Die baurechtlichen Auflagen sind sehr hoch, deshalb sei das Gebäude wohl leer. Ein großes Ärgernis ist die Friedhofsplanung. Sie ist nicht mit dem Ortschaftsrat abgestimmt worden und die Bürgerschaft kann sich mit der Planung nicht anfreunden. Die Inschriften der Grabmale sind in der Planung so ausgerichtet, dass sie nicht vom Weg aus ersichtlich sind. Die Kandidierenden wurden noch auf diverse Straßenmängel aufmerksam gemacht und darüber informiert, dass der ‚Durchgangsverkehr zur Firma Bippus sehr hoch sei. Der Abschluss fand im Gasthaus Linde statt, wo noch ausführlich über das Gehörte und Gesehene diskutiert wurde.
Am Samstag, 16. Mai, besuchten die Kandidierenden für die Kommunalwahl in Oberndorf den Ortsteil Aistaig. Dort wurden sie vom Ortsvorsteher Frank Ade empfangen, der ihnen eine interesante Präsentation über die aktuelle Lage von Aistaig vorstellte. Wie schon in den anderen besuchten Ortsteilen zuvor wurde auch in Aistaig deutlich, dass das Rathaus einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweist. Auch der Friedhofsmauer droht an einigen Stellen der Zerfall.
Die Grundschule hat aktuell eine hohe Betreuungszahl im Bereich der verlässlichen Grundschule, es müssen sich aber schon Gedanken über die geplante Ganztagesbetreuung gemacht werden. Welche Räumlichkeiten werden hierfür benötigt und es ist nachvollziehbar, dass ein Ortsvorsteher sich dafür einsetzt, dass eine Grundschule mit Ganztagesbetreuung am Ort bleibt. Von einigen SPD-Kandidierenden wird darauf hingewiesen, dass bezüglich der Ganztagesbetreuung an allen Grundschulen dementsprechende Überlegungen notwendig werden. Kann das alles geleistet werden? Insbesondere, kann eine Kommune diesen finanziellen und organisatorischen Aufwand ohne ausreichende Förderungen und Vorgaben durch Land und Bund überhaupt leisten?
Der Hochwasserschutz war ein weiteresThema, das ausgiebig diskutiert wurde. Ist hier eine Schutzmauer in Uferberichen in Aistaig die richtige Lösung? Müssen dann wieder Bäume gefällt werden? Ein solche "Kanalisierung" des Flusses widerspricht doch der Grundidee der Renaturalisierung von Flüssen? In frühere Jahren waren doch die Uferflächen bei der Schneeschmelze bei Altoberndorf und zwischen Aistaig und Sulz als Auffangflächen ausreichend? Die aktuellen Katastrophen rühren von Starkregenfälle her, die die Kanalisation und kleine Bäche zum Überlaufen bringen? Viele Fragen, die nicht auf die Schnelle beantwortet werden können.
Die Neckarbrücke in Aistaig (Ortsende Richtung Sulz) ist in einem schlechtem Zustand, ihre Sanierung würde so hohe Kosten verursachen , dass ein Neubau die bessere Lösung ist. Zur Zeit gäbe es noch Bundeszuschüsse (bis 2028), so dass eine zeitnahe Umsetzung gefördert werden könnte. Nun gibt es aber Überlegungen der DB eine Zweigleisigkeit im Bereich Aistaig ins Auge zu fassen. Eine, noch völlig unsichere Umsetzung, würde aber frühestens in 10 Jahren kommen, könnte aber kostenmäßig dazu führen, dass die DB für die Kosten der Brücke, teilweise oder ganz aufkommen könnte. Dieses könnte wieder zu Überlegungen führen, den Neubau nicht zeitnah umzusetzen. Entscheidungen werden wohl von der Kommune zeitnah diskutiert werden müssen.
Den Kandidierenden wurde klar, dass bei einem etwaigen Mandat einige Sachverhalte und die daraus resultierenden Entscheidungen gut überlegt werden müssen.
Die Kandidierenden der SPD für den Gemeinderat Oberndorf möchten sich umfassend informieren, so dass neben den Besuchen von Orts-und Stadtteilen auch Betriebsbesichtigungen auf dem Programm stehen. Aus diesem Grund waren sie bei der Firma ottodruck und wurden von Ulrich und Lars Otto durch den Betrieb geführt. Interessante Einblicke in verschiedene Druckverfahren, in einzelne Abläufe von der Auftragsannahme bis zum fertigen Endprodukt erwartete die Besucher.
Dabei tauchten natürlich auch Fragen auf, die von den Chefs ausführlich beantwortet wurden. 20 Mitarbeitende sind zur Zeit angestellt und der Betrieb bildet seit jeher aus, wobei auch anklang, dass sich die Berufe in den letzten Jahren gewandelt und sich den technischen Entwicklungen angepasst haben. Nicht glücklich zeigten sich die Chefs über eine übermäßige Bürokratie, die während und nach Corona die Betriebsführung zeitlich belastet. Kommunale Aufträge erreichen die Firma, wobei hierbei auch schon mehr möglich wäre. Natürlich konkurriert ottodruck mit den günstigen Internetdruckereien, das bundesweit schon zu vielen Schließungen von Druckereien geführt hat. Hier verwiesen die Inhaber auf den Komfort der persönlichen Beratung und der höheren Qualität der Produkte. Die Kandidierenden bemerkten anerkennend, dass sich ottodruck örtlich unterstützend als Sponsor einsetzt und auch für die Belange von Vereinen ein offenes Ohr hat. Die SPD-Besucher zeigten sich beeindruckt von den Herausforderungen, denen sich heutzutage eine Duckerei zu stellen hat und sehen auch den Zusammenhang zwischen einem örtlichen Gewerbetreibenden und der Unterstützung durch die Kommune im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten.
| Besucher: | 170730 |
| Heute: | 18 |
| Online: | 4 |