SPD Oberndorf

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Windpark Wisoch – zwischen Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Selbstbestimmung

Veröffentlicht am 26.02.2026 in Aktuelles

Windpark Wisoch – zwischen Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Selbstbestimmung

Windkraft spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende und einer nachhaltigen Energieversorgung. Deshalb ist die Debatte darüber momentan wichtiger denn je.Während die Energiewende bundesweit diskutiert wird, zeigt sich am Windpark Wisoch konkret, wie polarisierend die Umsetzung vor Ort sein kann.

Der lokale Windpark Wisoch stellt die Bürger Oberndorfs vor eine wichtige Entscheidung über die Zukunft der Energiegewinnung. Denn abgesehen von den ökologischen Aspekten steht auch die Frage im Raum, wie die Wertschöpfung gestaltet werden soll.

Studien des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass moderne Windkraftanlagen bereits bis zu 80 % des lokalen Strombedarfs decken können – und das bei gleichzeitiger Reduktion der CO₂-Emissionen um 12.000 Tonnen jährlich. Darum ist es keine Frage, ob die Energiewende umgesetzt werden soll oder nicht.

Denn:„Es ist nicht das Klima, sondern vielmehr wir selbst, die wir uns und unsere Nachkommen vor den Folgen des Klimawandels schützen müssen, indem wir alles uns Mögliche tun, um diesen abzuschwächen“, merkt Holger Klein, 1. Vorsitzender der SPD Oberndorf, an.

Wie diese Umsetzung allerdings genau aussehen soll und wer davon am meisten profitiert, gewinnt damit an höchster Bedeutung.

Eine örtliche Stromversorgung hat einige Vorteile, die es zu unterstreichen gilt“, setzt Ali Zarabi (23) von der SPD an. „Es geht nicht nur um die Umsetzung des Projekts, sondern auch um die Frage, wer die Wertschöpfung kontrolliert.“ Im Gegensatz zu rein privatwirtschaftlichen Modellen plädiert der Landtagskandidat der Sozialdemokraten dafür, dass die Gemeinde selbst als Betreiberin auftritt. „So fließen die Gewinne direkt in die kommunale Infrastruktur – etwa in Schulen oder Straßen“, sagt Zarabi. Hierbei wird der Landtagskandidat in vollem Umfang vom Vorstand der örtlichen SPD unterstützt.

„Wir sind für ein Modell, das bereits erfolgreich in der Gemeinde Feldheim bei Brandenburg angewandt wurde und neben dem Umweltschutz auch einen großen Schritt Richtung Selbstbestimmung und Souveränität der Bevölkerung garantiert“, erklärt John Baumann als jüngstes Mitglied im Vorstand und damit Vertreter der jungen Generation in der SPD.

Doch nicht alle in der Bevölkerung teilen diese Ansicht. Während einige dem durch die Windkraft möglichen günstigeren Strompreis entgegensehen, stehen andere dem kritisch gegenüber.

„Ich will keine 200-Meter-Türme am Horizont“, „Bäume fällen für die Stromproduktion ist kein Umweltschutz“ oder „Das ist kein Fortschritt, das ist eine Verschandelung der Landschaft“ sind Meinungen, die ich öfter zu hören bekomme. „Nicht alle sind von dieser Technik überzeugt“, merkt John Baumann weiterhin an.

Nicht zuletzt deshalb ist der Windpark für uns von der SPD ein zentrales Wahlkampfthema.

Es geht uns darum, umweltbewusste Wähler darauf aufmerksam zu machen, sich durch ihre Wahlbeteiligung pro Windkraft und mit einem Nein gegen rückwärtsgewandte Positionen für eine zukunftsorientierte Technologie zu entscheiden. Insbesondere gilt es auch, junge Wähler dafür zu gewinnen, den Weg für eine saubere, souveräne und von ausländischen Zulieferungen unabhängige Energiegewinnung frei zu machen.

Der Plan ist ambitioniert: Bis 2030 sollen 70 % des lokalen Strombedarfs aus dem Windpark gedeckt werden. Das spart nicht nur CO₂, sondern schafft auch Arbeitsplätze – von der Wartung der Anlagen bis hin zum Ausbau der Netze und möglicher Batteriespeicher.

Das ist unsere Chance zu investieren“, so Zarabi. Unterstützt wird er in dieser Aussage von Prof. Lena Schmidt (TU München), die betont:„Kommunale Energieprojekte stärken die Resilienz gegen Krisen.“ Mit der kommunalen Wertschöpfung können Menschen vor Ort profitieren und womöglich den einen oder anderen Zweifel ablegen.