Mirko Witkowski im Feriendorf Eckenhof einer Einrichtung des Familienerholungswerkes

Veröffentlicht am 07.07.2021 in Wahlkreis

Beim Rundgang durch das Feriendorf Eckenhof: Mirko Witkowski (von links), Jasper Schadendorf und Andreas Hase.

Begegnen und zuhören, dies ist das Motto von Mirko Witkowski, das ihn im Rahmen seiner Bewerbung für ein SPD-Bundestagsmandat durch seinen Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen führt. Am Freitag, 2. Juli, fand eine Begegnung mit dem Vorstand des Familienerholungswerkes der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Andreas Hase, sowie dem Leiter des Feriendorf Eckenhof, Jasper Schadendorf, vor Ort in Schramberg-Sulgen, statt. 

Belange und Interessen von Familien sind, wie Witkowski betonte, eine zentrale sozialdemokratische Aufgabe. Hase und Schadendorf freuten sich über das Interesse an der Einrichtung und gaben gerne Auskunft zum momentanen Status Quo und auch einen Ausblick in die Zukunft, die noch viele Fragezeichen aufgrund der Unsicherheiten durch die Pandemie aufweist.

Zunächst resümierte Hase im Rückblick die Situation der vergangenen eineinhalb Jahre als extrem schwierig für das gemeinnützige Familienerholungswerk , das  zunächst durch das Raster der staatlichen Förderung gefallen war. Schließlich, nach vielen Gesprächen auf unterschiedlichen politischen Ebenen, gab es Unterstützung vom Bund, vom Land und auch von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sodass man heute wieder Zukunftspläne schmieden könne.

Hase hob das Engagement der Diözese als starkes Zeichen hervor, das zeige, dass die Familien gesehen und unterstützt würden. Letztlich kam es auch zur Berücksichtigung im Rettungsschirm, zu kritisieren seien allerdings die schleppenden Auszahlungen. Dennoch sei man aber dankbar für das gezeigte Engagement.

 Eine große Herausforderung war zuletzt auch die Koordination der Wiedereröffnung zu Pfingsten, da lange Zeit nicht klar war, wann das  Pandemiegeschehen das erlauben würde. Mit der großartigen Unterstützung aller Mitarbeitenden wurde der Betrieb dann innerhalb kürzester Zeit hochgefahren.

Wie wird gearbeitet?

Hase betont, dass im Mittelpunkt des gemeinnützigen Vereins das Wohlergehen der Familien stehe. Und hier vor allem der Familien in besonderen Lebenslagen. Es gehe darum, mehr als einen günstigen Familienurlaub anzubieten. Den Unterschied machten die inhaltlichen Angebote und die Menschen, die im Feriendorf arbeiteten. Im Eckenhof liege der Schwerpunkt auf der Wald- und Naturpädagogik, ein vom Bund gefördertes Projekt. So wurde die alte Junghans Waldsauna zur Holzwerkstatt und Holzbildhauerei umfunktioniert.  Arbeiten mit Holz sowie künstlerisches Bearbeiten des Naturstoffes sind dort möglich. Alles unter Anleitung von pädagogisch geschultem Personal. Über allem stehe die Überschrift“ Bewahrung der Schöpfung“ Pädagogisch gearbeitet werde mit einem Konzept, das sich „Interpretation“ nennt. Hierbei gehe es um die Übersetzung der Wahrnehmung in die Emotion, um das ganzheitliche Erfahren von Natur und Umwelt.

Auf Witkowskis Frage nach Anliegen beziehungsweise Unterstützungsbedarfen, ging zunächst ein Lob an die Stadt Schramberg, die weit mehr als erwartbar getan habe, um in dieser schwierigen Zeit zu helfen.

Eine Sorge gaben Schadendorf und Hase dem Kandidaten mit: Im Jahr  2002 hat das Land Baden-Württemberg die Förderung der Familienerholung eingestellt, was auch zum Versiegen der Bundesmittel geführt hat. Diese Förderung sollte dringend wiederbelebt werden, auch um größere Investitionen und Instandhaltungsmaßnahem durchführen zu können, die allein nicht geschultert werden könnten.

Ausblick

Momentan gäbe es sehr gute Buchungszahlen für die Sommerferien, darüber hinaus fehlten noch die Gruppenreservierungen was der allgemein unsicheren Situation geschuldet sei. Grundsätzlich blickt das Familienerholungswerk sehr optimistisch in die Zukunft.

Beim abschließenden Rundgang konnte ein Eindruck über die vielfältigen Wohnmöglichkeiten und Angebote, wie Grillplatz und Hochseilgarten gewonnen werden. Auch das Gelände für einen hier geplanten Waldkindergarten wurde besichtigt. Ein solches Projekt passe ausgezeichnet zum Konzept des naturnahen Feriendorfes und man freue sich über diese Bereicherung in der Nachbarschaft.

Es wurde deutlich, dass gerade in der Pandemie diese Form der familienorientierten Erholungsangebote einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten, was ja auch ein zentrales Anliegen sozialdemokratischer Politik ist. Zum Abschluss versicherte Mirko Witkowski sein Interesse und auch seine Bereitschaft in seiner politischen Arbeit Brücken zu bauen, die unterstützen können und bedankte sich für die Zeit und Gastfreundschaft.

 
 

Homepage SPD-Kreisverband Rottweil