SPD Oberndorf

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SPD Ortsverein diskutiert über Ringzug

Veröffentlicht am 14.03.2010 in Pressemitteilungen

Oberndorf-(MH) Informationen aus erster Hand erhielten die Mitglieder des SPD Ortsvereins Oberndorf in einer Mitgliederversammlung. Kreisrätin Ruth
Hunds berichtete über den Standpunkt der Mehrheit des Kreistags und der Verkehrsplaner zur geplanten Ringzugerweiterung.

Wie bereits aus der Presseberichterstattung bekannt hätte der Kreistag in seiner Sitzung am 21.07.2008 mit 19 Ja-Stimmen, 7 Gegenstimmen und 1 Enthaltung den Auftrag erteilt die mögliche Erweiterung des Ringzugs bis nach Horb zu untersuchen. Sie selbst und die anderen Oberndorfer Kreisräte hätten gegen die Erweiterung gestimmt. Die Argumente, die die Verkehrsplaner für eine Ringzugerweiterung anführen sind für Hunds nicht schlüssig, vor allem Rottweil hätte bei der Erweiterung Vorteile, für die Unterzentren Oberndorf und Sulz seien jedoch durch den Wegfall der Regionalexpresszüge und der Direktverbindungen nach Stuttgart nur Nachteile zu erwarten. Man müsse in Horb umsteigen und eventuell einen Zuschlag zahlen, da im ICE die Fahrkarten der Ringzugbetreiber nicht gelten würden. Die Planer meinen, dass die Bahnhöfe saniert würden, da die Strecke wieder attraktiv wird und dadurch würden sich Gewerbebetriebe in Bahnhofsnähe ansiedeln, außerdem gäbe es z.B. in Aistaig einen zusätzlichen Haltepunkt. Hunds führt hierzu an, dass die fraglos dringend nötige Sanierung der Bahnhöfe in die Zuständigkeit der Deutschen Bahn AG und nicht der Ringzugbetreiber fiele und diese z. B. den Bahnhof Oberndorf an private Investoren verkauft hätte. Die Stadt Oberndorf würde bei der Gestaltung des Bahnhofsumfelds bereits in Vorleistung treten, mehr könne sie finanziell nicht leisten. Die Pläne zur Bahnhofssanierung in Oberndorf seien schon vor längerer Zeit unter Kostenbeteiligung der Stadt Oberndorf von der Deutschen Bahn AG erstellt worden, unter anderem solle es einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen (Aufzug) geben, würden aber bei der Deutschen Bahn AG auf Eis liegen. Dass die Bahnhöfe nicht saniert werden könne man auch an der bestehenden Ringzugstrecke sehen. Im Falle einer Erweiterung wolle man Oberndorf unter der Woche im Stundentakt und am Wochenende alle zwei Stunden bedienen, es gäbe aber bereits jetzt mehr als einen Stundentakt (Fünf Verbindungen nach Stuttgart von 5.20 Uhr bis 7.19 Uhr!) und auch am Wochenende würden mehr als alle zwei Stunden Züge fahren. In der anschließenden Diskussion wurde nochmals klargestellt, dass man nicht generell gegen eine Ringzugerweiterung sei, für Oberndorf dürften sich dadurch aber keine Nachteile ergeben. Günter Danner und Rolf Lübke berichteten anschließend aus dem Gemeinderat. Das Krankenhaus Oberndorf sei bisher schuldenfrei betrieben worden, verfüge über hoch qualifiziertes Personal, genieße überall eine hohe Akzeptanz, sei hervorragend ausgelastet und bestens
aufgestellt. Im letzten Jahr habe man erstmals erhebliche Probleme durch die stark gestiegenen Energie-, Lebensmittel- und Personalkosten bekommen, die aber durch die vorhandenen Rücklagen abgefedert werden konnten. Der Landkreis habe große Probleme mit seinen Häusern in Schramberg und Rottweil und die Stadt deshalb gebeten sich an einem Strukturgutachten zu beteiligen, dem habe man zugestimmt. Dies würde aber nicht bedeuten, dass Landrat oder Kreistag über die Zukunft des Oberndorfer Krankenhauses bestimmen könnten, das sei allein Sache des Gemeinderats. Die SPD Fraktion möchte das Oberndorfer Krankenhaus unbedingt als Haus der Grundversorgung mit innerer Abteilung und Chirurgie erhalten. Außerdem berichten die Gemeinderäte, dass die Stadt in Boll und auf dem Lindenhof Kinderkrippen einrichten werden.

PM Oktober 2008