Jusos beraten über die Herausforderungen des ländlichen Raums

Veröffentlicht am 22.01.2020 in Jusos in Aktion

Die Jusos bei ihrem Regionaltreffen. Foto: jusos

Jusos aus der ganzen Region haben sich am vergangenen Wochenende in Singen getroffen und über gemeinsame politische Vorhaben diskutiert. „Wir konnten uns mit anderen Juso-Kreisverbänden, von Bodensee bis Schwarzwald, vernetzen und uns austauschen über Probleme, die unsere ganze Region betreffen“, resümiert der Kreisvorsitzende der Jusos Rottweil, Sebastian Holzhauer. Ein besonderer Schwerpunkt sei dabei die Politik im ländlichen Raum gewesen, über die die Jusos mit dem Rastatter SPD-Landtagsabgeordneten Jonas Weber, Vorsitzender der SPD im Ausschuss für ländlichen Raum, diskutierten.

Weber betonte, dass die Politik in ländlichen Regionen vor spezifischen Herausforderungen stehe, zu denen er eine soziale und nachhaltige Landwirtschaft, attraktive Mobilitätsangebote und eine starke Wirtschaft zählte.  „Wir müssen dafür sorgen, dass der ländliche Raum lebenswert bleibt. Die Landesregierung aber kümmert sich vornehmlich um die Metropolregion. Es ist zwar schön, wenn in Stuttgart auch spätnachts noch Stadtbahnen fahren. Wenn dafür aber auf dem Land der letzte Bus schon um 19 Uhr fährt, haben wir eine gravierende Schieflage“, so Weber. Und auch die Rettung der Dorfkneipe durch die Landesregierung sei nicht die Lösung grundlegender Probleme, sondern lediglich Symptombehandlung. „Wir müssen Kommunen finanziell ausreichend unterstützen und viel mehr Aufgaben als öffentliche Daseinsvorsorge verstehen“, fordert Weber und verweist neben dem ÖPNV auch auf die Digitalisierung. Dem kann der stellv. Juso-Landesvorsitzende Luca Baumann nur zustimmen: „Dass wir bei der Digitalisierung auf einem Level mit Angola sind, ist ein Armutszeugnis für eine so moderne Volkswirtschaft wie Baden-Württemberg.“ 

Zu den großen Herausforderungen wie dem Klimaschutz müsse aber auch der ländliche Raum seinen Beitrag leisten. Für Weber braucht es dafür eine soziale und nachhaltige Landwirtschaft, die aber nur gelinge, wenn die Ernährung regionaler ausgerichtet werde. Hier seien alle Konsumenten in der Verantwortung.

Darüber hinaus verständigten sich die Jusos auch über organisatorische Umstrukturierungen. So soll in Zukunft ein stärkerer Fokus auf der Region „Bodensee – Südlicher Schwarzwald“ liegen. Neben einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit und übergreifenden Kampagnen wolle man auch politische Fragestellungen verstärkt gemeinsam bearbeiten. „Nur wenn wir gemeinsame Antworten finden, können wir die politischen Herausforderungen unserer Region meistern“, betont Sebastian Holzhauer.

 
 

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