Leserbrief von Klaus Schätzle zum Kindergartenstreit

Veröffentlicht am 28.06.2012 in Kommunalpolitik

Leserbrief zur Kindergartendiskussion, insbesondere zu den GEKIS- Fragen vom 25. Juni

Vielleicht sollten einige Mitbürger, die sich so entschieden gegen die Ausschussempfehlungen einsetzen, neben den Kindergärten mal auch die Kirche im Dorf lassen. Ein Ausschuss aus Gemeinderäten, Verwaltung, Personalrat und Kindergärten hat eine Empfehlung abgegeben, im Bewusstsein, dass man darüber diskutieren muss, kein wissenschaftliches Gutachten, für welches fünf Professoren 400 Studenten ein halbes Jahr haben arbeiten lassen.

Und so naiv, wie einige der Fragen unterstellen, war auch kein Mitglied des Ausschusses, und selbstverständlich war alleine durch die Teilnahme von Frau Vögele und Frau Maluga- Löbnitz sowie Herrn Wössner der eingeforderte pädagogische und bautechnische Sachverstand ausgezeichnet vertreten. (Und weil das so war, wurde kontrovers diskutiert und abgestimmt.) Zu den öffentlich gestellten Fragen wären noch einige hinzuzufügen:
  • Wird die Betreuung der Kinder durch eine Verlängerung der sog. Randzeiten nicht verschlechtert?
  • Werden also die Kinder in eingruppigen Kindergärten, wenn diese auf solche Weise erhalten werden, nicht benachteiligt?
  • Wieviele Kinder werden in der Tat zu Fuß oder sonst ökologisch verträglich in den Kindergarten gebracht?
  • Wieviele Kinder sind in der Regel nur morgens anwesend?
  • Haben die Kindergärten in den Teilorten das Hinsiechen von Vereinen bisher erfolgreich verhindert?
  • Sind also nicht ganz andere Gründe für das Sterben mancher Dörfer verantwortlich, in erster Linie der Mangel an Arbeitsplätzen?
Niemand stellt in Frage, dass die Erziehung und Bildung aller Kinder erhalten und für alle Einkommensgruppen erreichbar sein muss. Aber wollen wir das jährliche Defizit von 1,2 Millionen € eingrenzen oder nicht? Bisher ist es noch jedes Jahr gewachsen. Und wenn ja, wieviel Defizit ist akzeptabel - 1,5 Millionen pro Jahr? Und wer soll dafür aufkommen? Wo immer der Gemeinderat über Einsparungen laut nachdenkt, heißt es bei den Betroffenen: Überall, aber nicht bei uns. Dabei kommen auf Kindergärten und Kommunen erhebliche Herausforderungen zu: Inklusion und Ganztagesbetreuung werden nicht nur Thema der Schulen sein. Die Betreuungsangebote werden in jedem einzelnen Kindergarten aufgefächert werden müssen. Die Energiewende wird die Unterhaltungskosten noch oben drücken, die Hauptlast der demographisch bedingst steiegenden Sozialkosten bei den Kreisen liegen, was wiederum die Kreisumlage steigen lässt. ESM, Fiskalpakt und grundgesetzliche Schuldenbremse werden den Handlungsspielraum der Kommunen weiter schrumpfen lassen. Augen zu und durch! ist kein Lösungsansatz. Wenn es uns gelingt, die Zahl der Arbeitsplätze in Sulz zu erhöhen, werden sich viele Probleme leichter angehen lassen. Bis dahin heißt es, einen Ausgleich der Interessen vorzunehmen: angemessen, unparteiisch, einforderbar und gerecht. Klaus Schätzle
 
 

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